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Meditation

Wie füllen wir die Leere in unserem Herzen auf?

Lama Zopa Rinpoche erklärt, wie Frieden und Glück durch Meditation in der Vitalogie entstehen, die kürzlich im Lama Yeshe Wisdom Archive April 2018 E-Letter veröffentlicht wurde.

Frieden und Glück im Leben kommen, wenn wir uns vom unzufriedenen Geist des Begehrens befreien. Zufriedenheit kommt, wenn wir uns selbst mit Freiheit oder Unabhängigkeit vom unglücklichen Geist des Begehrens beschenken.

Wie befreien wir uns von dem unzufriedenen Geist des Begehrens und den anderen ungesunden Gedanken, die unser Leben unglücklich machen? Wie füllen wir die Leere in unserem Herzen auf? Die Antwort ist Meditation. Nur durch Meditationspraxis können wir uns von Verlangen und anderen störenden Gedanken befreien. Und wir müssen dann das gute Herz entwickeln, indem wir nicht nur anderen fühlenden Wesen Schaden zufügen, sondern auch ihnen Nutzen bringen. Auch das kommt aus der Meditation. Deshalb müssen wir Meditation praktizieren.

Egal wie viele Freunde und andere externe Dinge wir haben, das allein reicht nicht aus. Wir brauchen Freunde, aber egal wie viele Hunderte oder gar Tausende von Freunden wir haben, das allein bringt uns nicht Frieden, Glück und Zufriedenheit. Auch nachdem wir Freunde gefunden haben, fehlt noch etwas in unserem Herzen. Wir sind nicht ganz zufrieden. Das liegt daran, dass wir den unzufriedenen Geist des Begehrens haben und es uns an liebender Güte und Mitgefühl mangelt. Einfach nur Freunde zu haben reicht nicht aus, um Frieden und Glück zu erbringen. Wir müssen das gute Herz trainieren. Was fehlt, ist das gute Herz.

Außerdem, gleichgültig wie viel Reichtum wir haben, es gibt immer noch keinen Frieden, kein Glück und keine Zufriedenheit in unserem Leben. Es fehlt noch irgendetwas. Die Dinge sind nicht perfekt. Etwas anderes ist nötig. Wenn wir in der Lage wären, den ganzen Reichtum der Welt zu erlangen, oder wenn wir nur Millionär werden könnten, wenn wir in unserem Herzen kontrollieren könnten, ob die Dinge jetzt perfekt sind oder nicht, wären wir immer noch nicht völlig zufrieden. Es würde immer noch etwas fehlen. Es gäbe einen leeren Platz in unserem Herzen. Dies sagt uns, dass Reichtum allein nicht ausreicht, um Frieden, Glück und Zufriedenheit zu bringen.

Was wir brauchen, ist etwas, das uns vom unzufriedenen Geist des Begehrens und des selbstsüchtigen Denkens befreit und Zufriedenheit mit dem guten Herzen erlangt. Wieder ist die Antwort die Meditationspraxis. Das ist es, was uns von dem unzufriedenen Geist des Begehrens, des selbstverliebten Denkens und der anderen unglücklichen Geister befreit.

Egal wie berühmt wir sind oder wie viel Macht wir haben, es ist dasselbe. Selbst wenn jeder auf der ganzen Welt wüsste, wer wir sind, wenn wir in unserem Herzen nachsehen würden, würde etwas fehlen. Auch wenn außen alles gut aussah, fehlte innen etwas.

Wiederum fehlt die Meditationspraxis, die unseren Geist von der Selbstverliebtheit in die Wertschätzung anderer fühlender Wesen, in liebende Güte, Mitgefühl und das gute Herz verwandelt. Meditation verwandelt auch den unglücklichen, unzufriedenen Geist des Begehrens in den zufriedenen Geist. Einfach nur berühmt oder mächtig zu sein, kann Dir diesen Frieden und dieses Glück nicht bringen. Selbst wenn du berühmt oder mächtig bist, ist es nicht genug. Ein freier Geist, ein glücklicher Geist, ein zufriedener Geist - all dies kommt durch Meditation, nicht durch äußere Dinge. Du musst das Glück aus deinem eigenen Verstand erlangen, durch Meditation. Es ist dein eigener Geist, der dein Leiden und deine Verwirrung stoppt; es ist dein eigener Geist, der dir Glück bringt.

Selbst wenn du alle Macht der Welt hättest, wenn du kein gutes Herz hättest, könnte diese Macht gefährlich werden. Ohne Rücksicht auf andere, je mächtiger du bist, desto gefährlicher wirst du für andere fühlende Wesen in deinem Land und in der Welt. Es bedeutet auch, dass du für dich selbst gefährlicher wirst, da mehr Schaden für andere fühlende Wesen letztendlich mehr Schaden für dich selbst bedeutet.

Es ist nichts falsch daran, Macht zu haben - das Problem ist, Macht zu haben, ohne ein gutes Herz zu haben. Hinter der Kraft sollte ein gutes Herz stehen, das die Kraft für die Welt und für alle fühlenden Wesen vorteilhaft macht. Wenn es keine Motivation des guten Herzens gibt, die Kraft zu nutzen, wird sie wie Gift und ist sogar für denjenigen gefährlich, der sie hat. Macht zu haben reicht nicht aus. Damit die Macht sicher ist, muss sie aus dem guten Herzen kommen.

Du brauchst Meditationspraxis, auch für deinen eigenen Frieden, dein Glück und deine Zufriedenheit. Es hat mit dem Verstand zu tun, mit deinem eigenen Verstand. Es ist nicht so, dass dir jemand Glück einpflanzen kann, wie ein Herz. Der Geist eines Buddhas oder eines anderen heiligen Wesens kann nicht in dich eingepflanzt werden. Glück und Zufriedenheit müssen aus dem eigenen Kopf kommen. Du musst den Geist, der dir und anderen Probleme bringt, in einen gesunden, friedlichen, positiven Geist verwandeln - wie liebevolle Güte, Mitgefühl und Selbstlosigkeit - der dir und anderen Frieden und Glück bringt.

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